Sie sind hier: Startseite / Gemeinde / Aktuell / Bürgerworkshop Mobilität

Lösungen müssen einfach nutzbar sein

Wie komme ich von A nach B? Über 20 Oberwolfacher haben sich am Dienstag am Bürgerworkshop der Gemeinde „Zukünftige Mobilität“ in der Festhalle beteiligt und dabei schon erste Lösungsvorschläge ausgearbeitet. Was sind die aktuellen Herausforderungen? Auf welche Ressourcen können wir bauen? Und: Wie stellen wir uns Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität vor? In drei Gruppen diskutierten die Bürgerinnen und Bürger über drei große Themen: Vor welchen Herausforderungen stehen Touristen und Gäste? Wie lässt sich die Erreichbarkeit im weitläufigen Gemeindegebiet besser sichern und wie die Akzeptanz von öffentlichen Mobilitätsangeboten erhöhen?
 
Nach engagierten Diskussionen präsentierten die drei Gruppen im Plenum ihre Erkenntnisse und Vorschläge. Zum Thema Akzeptanz waren sich die Teilnehmer schnell einig: Bus und Bahn würden besser genutzt, wenn deren Taktung besser aufeinander abgestimmt, die Fahrpläne übersichtlicher wären und man nicht erst zur Bushaltestelle laufen müsste, um zu sehen, wann der nächste Bus fährt. Eine erste Lösung sehen die Bürger in Online verfügbaren Fahrplänen. In punkto Ruftaxi war man sich einig: Trotz Info ist immer noch unklar, wer das Angebot nutzen kann und beispielsweise für den Arztbesuchen hilft ein Ruftaxi, das man zwei Stunden im Voraus bestellen muss, nicht weiter.
 
Um die Bekanntheit der Angebote ging es auch in der Gruppe, die über die Mobilität der Gäste diskutierte. Wie gelangt der Gast, der mit der Bahn anreist, vom Bahnhof zum Gastgeber? Wer informiert über das vorhandene Mobilitätsangebot, über Sehenswürdigkeiten, Busrouten, Abfahrtzeiten, Ruftaxi und Mitfahrbänke bis hin zu Ausleihmöglichkeiten von Fahrrädern und E-Bikes? Erste Ideen hier: die Einrichtung einer Gästeflat für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, das Einbinden der Nachbargemeinden in Lösungen und eine gute Information vonseiten der Vermieter.

Mit dem Problem der täglichen Erreichbarkeit im weitläufigen Gemeindegebiet beschäftigte sich die größte Gruppe. Hier ging es um die Anbindung der weitverzweigten Seitentäler, darum, wie man sich unter Nachbarn so abstimmen kann, dass das gegenseitige Mitnehmen besser klappt oder ganz einfach um die Frage, wie die Oma am Sonntag zur Kirche kommt. Als mögliche Lösungsansätze wurde über eine „Fahr-App“ gesprochen und darüber, wie wenig sinnvoll es ist, dass Kindergarten- und Schulbusse in einer Region mit einem ohnehin dünnen ÖPNV-Angebot nicht öffentlich genutzt werden dürfen. Auch in dieser Gruppe war man sich einig: Zukunftstaugliche Lösungen mögen nicht einfach zu entwickeln sein. In jedem Fall aber sollten sie einfach nutzbar sein.

Politik aus erster Hand

Erhalten Sie einen Einblick in die aktuellen Themen der kommenden Sitzungen des Gemeinderates.

Bürgerinformationssystem