Fakten aus 750 Jahren
Wusstest du schon, ...
In 750 Jahren Geschichte gibt es natürlich einiges zu erzählen - und auch mancherlei Wissenswertes und kurioses zu entdecken.
Wir haben Fakten zusammengestellt, die einiges über unsere Gemeinde verrarten. Veröffentlicht werden sie regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen, anschließend nach und nach hier.
Sie kennen auch spannende Fakten über Oberwolfach? Melden Sie sich gerne bei uns - vielleicht kennen wir die ja noch nicht.
... in welchem Jahr die Flößerei im Wolftal zum ersten Mal urkundlich belegt wurde?
#38: Ganz schön wild, diese Flößerei!
Wusstet ihr, dass schon 1487 die Gräfin von Ochsenstein, wohnhaft auf Burg Romberg vor Wildschapbach, geschrieben hat, dass sie „schon lange ihr Holz die Wolfach hinabzufahren pflege“? Damit war die Wolftalflößerei zum ersten Mal schriftlich belegt!
Später wurde es richtig wild: Die Holzfäller kämpften sich durch steile Hänge und fällten die großem Holländerstämme, die vor allem aus dem Wolftal kamen. In langen „Riesen“, also Bodenrinnen, wurden die Stämme ins Tal befördert. Eine ganz schön gefährliche Arbeit! Dort schnürte man sie zu schmalen Waldfloßen – perfekt für die Wolf und ihre Seitenbäche.
Ein echter Kraftakt – Respekt vor dieser Arbeit!
... was die Besonderheiten im Gemeindewald sind?
#37: Ganz schön wertvoll
Unser Gemeindewald kann sich sehen lassen – und zwar nicht nur, weil er schön grün ist.
Wusstet ihr schon? Bei uns steckt auch richtig viel Köpfchen im Wald:
Ein Schwerpunkt liegt auf der Produktion von starkem Wertholz – also hochwertigem Holz, das verantwortungsvoll bewirtschaftet wird.
Rund 110 Hektar (etwa 20 Prozent der Fläche) sind als Lebensraum für das Auerwild ausgewiesen. Diese Biotope pflegen wir gezielt – teils auch als Ausgleich für Windenergieanlagen wie den Windpark Hohenlochen.
So wird der Wald zum Ort, an dem Naturschutz, Energiewende und nachhaltige Nutzung zusammenkommen.
... wann das letzte Floß auf der Wolf zur Kinzig fuhr?
#36: Ganz schön den Bach runter
Früher war die Flößerei DAS Ding im Kinzigtal. Ganze 400 Jahre lang wurden Holzflöße über Kinzig und Wolf transportiert. Doch dann kam die Eisenbahn: 1878 bis Wolfach, 1886 bis Schiltach – und zack, war die Flößerei bald Geschichte.
Am 26. April 1887 fuhr das letzte Floß auf der Wolf zur Kinzig. Floßmeister war Melchior Vetter aus Bad Rippoldsau. Zahlreiche Menschen winkten dem Floß auf seiner letzten Fahrt vom Ufer aus zu. Das Floß war geschmückt mit Tannenbäumchen und einem Schild:
„Wir flößen heut zum letztenmal
Durch unser schönes Wolfachthal,
Was lange uns’re Freude war,
ist wohl dahin immerdar.“
Kurz darauf zerstörte ein Hochwasser die letzten Floßanlagen. Und so verschwand ein jahrhundertealtes Handwerk in den Fluten der Geschichte.
... dass es einmal ein Kloster in Oberwolfach gab?
#35: Ganz schön heilig
Die Pfarrei Oberwolfach wird erstmals in einem Steuerbuch im Jahr 1275 erwähnt – nämlich im „Liber decimationis“ der Diözese Konstanz, aus dem sich auch das Gründungsjahr Oberwolfachs ableitet.
In mündlichen Überlieferungen ist zudem immer wieder davon die Rede, dass in Oberwolfach ein Kloster beheimatet war. Dieses war ein kleines Frauenkloster, ein Tertiarinnenkloster, das um 1300 gegründet wurde. Dabei handelte es sich um eine religiöse Gemeinschaft von Frauen, die nach den Regeln des Franziskanerordens sehr abgeschieden lebten.
Luitgard von Wittichen trat dort als Begine (fromme Frau ohne Ordensgelübde) ein und lebte dort mehr als 20 Jahre in Armut. Durch eine Christuserscheinung wurde ihr die Gründung eines Klosters aufgegeben. 1323 brach sie mit 34 Mitschwestern von Oberwolfach nach Wittichen auf, um das Kloster Wittichen zu gründen.
Noch zu Anfang des 14. Jahrhunderts wird das Kloster Oberwolfach erwähnt, allerdings verlagerte sich das klösterliche Leben nach dem Weggang der Schwestern an andere Orte und der Besitz wurde wohl von den Fürstenbergern nach und nach verkauft.
... dass "Benauit" eins von 17 weltweit neuen Mineralien ist, die in der Grube Clara gefunden wurden?
#34: Ganz schön selten
Ein weiteres der 17 weltweit neuen Mineralien, die in der Grube Clara gefunden wurden, ist Benauit. Was es damit auf sich hat, erklärt der Verein der Freunde von Mineralien und Mathematik.
Benauit ist nach dem Bergrücken, in dem die Grube Clara in der Tiefe Baryt, Fluorit und Silbererz abbaut, benannt. Die Untersuchung wurde von Professor Dr. Walenta durchgeführt und 1996 von der IMA als neues Mineral anerkannt.
Das aktive Bergwerk „Grube Clara“ in Oberwolfach ist auf Grund seines Mineralienreichtums weltweit bekannt. In keiner anderen Grube der Welt wurde bisher eine so große Anzahl an verschiedenen Mineralien festgestellt wie in der Grube Clara (Stand Februar 2025: 472 Arten).
17 neue Mineralien wurden in dem Material dieser Grube gefunden und wissenschaftlich untersucht. Die Anerkennung als neues Mineral und dessen Namensgebung erfolgt durch die IMA (International Mineralogical Association).
... dass die Festhalle sehr beliebt für Hochzeitsfeiern ist?
#33: Ganz schön gefragt
Ob Hochzeiten, Firmenfeiern, Tagungen oder kulturelle Veranstaltungen oder Veranstaltungen – die Festhalle ist immer gefragt, wenn es darum geht, viele Menschen unterzubringen.
Übrigens nutzen auch die örtlichen Vereine die Halle regelmäßig für ihre Feierlichkeiten: Ob Jahreskonzerte, Imkerfeste, zur Fasnet oder oder oder. Eigentlich ist immer etwas los. Und das nicht nur im Innenbereich – auch draußen werden Feste gefeiert oder Konzerte veranstaltet.
Ein bisschen Statistik? Im Jahr 2024 wurde die Halle 21-mal durch Vereine für ihre Veranstaltungen genutzt. Private Vermietungen für Hochzeiten oder ähnliches sowie an Firmen gab es fünf. Hinzu kommen noch eigene Nutzungen durch die Gemeinde, etwa für die Wahlen, für eigene Veranstaltungen oder zum Beispiel auch die Einschulungsfeier.
... dass das Auerhuhn eine Schirmart ist?
#32: Ganz schön wichtig für viele Lebewesen
Schirmart? Was das bedeutet, hat uns der Verein Auerhuhn Schwarzwald erklärt.
Das Auerhuhn gilt als Schirmart der hochmontanen Artengesellschaft. Das heißt, dass durch seine spezifischen Habitatansprüche der Auerforest gleichzeitig der ideale Lebensraum einer ganzen Artengemeinschaft ist.
Zu den Arten, die das Auerhuhn unter seinem Schirm hat, gehören unter anderen: Vögel wie Baumpieper, Ringdrossel und Sperlingskauz sowie viele Insektenarten (Zum Beispiel Alpine Gebirgsschrecke, Braunfleckiger Perlmuttfalter, Hochmoorgelbling und Waldameise). Aber auch die Kreuzotter und die Nordfledermaus fühlen sich im Auerforest wohl.
Maßnahmen, die dem Auerhuhn zugutekommen helfen somit auch einer Vielzahl weiterer Arten. Viele davon sind wie das Auerhuhn im Schwarzwald in ihrem Bestand bedroht und damit dringend auf Hilfe angewiesen. Die Gemeinde betreibt entlang des Höhenrückens des Gütschkopfes Habitatpflege, um dem Auerhuhn zu helfen. Zudem profitieren natürlich auch viele andere Tierarten von den Anstrengungen.
... dass ein englischer Student 1989 mit dem Schwarzwaldverein Flurnamen gesammelt und gedeutet hat?
#31: Ganz schön wissenschaftlich
Und zwar war das Student Mark Stuart Watson, der für seine Magisterarbeit mit dem Schwarzwaldverein Oberwolfach systematisch die Flurnamen gesammelt, ihre Aussprache festgehalten und sprachkundlich gedeutet hat – soweit das möglich war. Unterstützung bekam er dabei von Lorenz und Johannes Armbruster. Parallel dazu hat er sich auch mit Flur- und Ortsnamen in Gutach, Kirnbach, Kinzigtal, Sankt Roman und Wolfach befasst.
185 Namen hat Watson für Oberwolfach gesammelt und alphabetisch aufgelistet, beginnend bei „Allmend“ und endend mit „Zierle“. Unter anderem geht es in dem Verzeichnis auch um den Schwarzenbruch, der auf ein dunkles Hochmoorgebiet hinweist. Der Gütschkopf ist wohl auf das romanische „Cucutium“ (Haube, Kapuze) zurückzuführen, was so viel wie Bergkuppe bedeutet.
Nicht ganz geklärt ist hingegen die Herkunft der Bezeichnung „Battengott“: Sie könnte auf den romanischen Begriff „Baita“ (Hütte) zurückgehen oder handelte es sich einstmals um ein Gut (von „guot“) eines Bado oder Batto?
... dass der Waldkopf, der Berg in dem sich die Grube Wenzel befindet, immer noch in Bewegung ist?
#30: Ganz schön viel Bewegung
Da ist ganz schön Bewegung im Berg: Im Besucherbergwerk Grube Wenzel zeugen deutliche Riefen im Stoß (der Seitenwand eines Stollens) von den seit Jahrmillionen andauernden tektonischen Verschiebungen des Gebirges. Diese Bewegungen betragen nur wenige Millimeter pro Jahrhundert. Nur bei Erdbeben können sich die Gebirgsmassen um mehrere Zentimeter verschieben. Entlang der Störzone dringt Oberflächenwasser ein und erzeugt lehmigen Mulm.
Die tektonischen Verschiebungen lassen sich in der Grube Wenzel auch gut an den eingebauten Holzbalken und Dielen nachvollziehen. Die im Rahmen der Führungen zu sehende Holzausbau ist allerdings schon der Zweite des Bergwerks – die Balkenlager, die mit Schlägel und Eisen ausgehauen sind, stammen aber noch aus der aktiven Bergbauzeit.
In der Grube Wenzel wurden sie beim Ausbau als Besucherbergwerk vor allem zu Demonstrationszwecken wieder eingebaut. Insgesamt ist die Grube sehr sicher.
... warum in Oberwolfach das Skapulierfest gefeiert wird?
#29: Ganz schön feierlich
Im Juli feiert die Gemeinde ein besonderes kirchliches Fest: das Skapulierfest, das mit einer Prozession und einem Standkonzert gefeiert wird. Dieses Fest, das eigentlich am 16. Juli stattfindet, ist ein besonderes Privileg der Oberwolfacher Kirchengemeinde und feiert die Marienverehrung des Karmeliterordens. In Oberwolfach wird es am darauffolgenden Sonntag gefeiert.
Das Skapulierfest ist ein katholisches Fest, das zu Ehren der Heiligen Maria vom Berge Karmel gefeiert wird. Es erinnert an die Ursprünge des Karmelitenordens auf dem Berg Karmel.1706 wurde in Oberwolfach die Erzbruderschaft vom heiligen Scapulier gestiftet. Die Mitgliedschaft verlieh besondere Gnaden, wie den Schutz von Leib und Seele in Gefahren.
... dass erst 1912 für alle Musiker der Musikkapelle neue Instrumente angeschafft wurden?
#28: Ganz schön genügsam
Die Trachtenkapelle Oberwolfach wurde bekanntlich 1824 gegründet - erst im vergangenen Jahr feierten die Musiker den 200. Geburtstag,
Weniger bekannt ist aber vielleicht, dass erst 1895 erstmals eine genaue Aufstellung der vorhandenen Instrumente und Noten durch Kapellmeister Matthäus Bächle an die Gemeinde übergeben wurde. Die meisten Instrumente waren mit dem Hinweis „unbrauchbar“ versehen, da sie noch aus dem Gründungsjahr stammten.
Erst 1912 wurden aber auf Gemeindekosten für alle Musiker neue Instrumente angeschafft.
... dass Oberwolfach bis zum Bau des Rathauses bei der Walke zwei Rathäuser hatte?
#27: Ganz schön viele Rathäuser
Naja, eigentlich waren es mehrere Ratszimmer, die in den beiden Schulgebäuden in Walke und Kirche untergebracht waren.
1921 wurde der Grundsatzbeschluss gefällt, ein gemeinsames Rathaus zu bauen. Ein passendes Grundstück war auch schnell gefunden: Durch den Brand des gemeindeeigenen Spinnerhofs im Januar 1921 war ein zentraler Platz frei geworden. Im Frühjahr 1922 wurden vom Gemeinderat die ersten Aufträge vergeben, als Fertigstellungstermin fasste man den 1. Oktober 1923 ins Auge. Tatsächlich fertig war es aber erst 1926.
Die rasant voranschreitende Inflation führte jedoch recht schnell zu Verzögerungen und die Kosten explodierten von rund 5000 Mark für die Planung auf 7,9 Billiarden Mark (!). Neben den Verwaltungsfunktionen wurde übrigens auch ein öffentliches Bad eingeplant, denn zwei Mal im Monat fand in Oberwolfach ein Badetag statt.
... das Oberwolfach mehr Kilometer Wanderwege als (Gemeinde-) Straße hat?
#26: Ganz schön viele (Wander-)Kilometer
Tatsächlich ist Oberwolfach mit einer Fülle an markierten Wanderwegen ausgestattet, wie der Schwarzwaldverein bestätigt. Demnach sind es unter anderem 93,3 Kilometer gemeindeeigenes markiertes Wandernetz.
Hinzu kommen 14 Kilometer Guck a mol Wege, die extra markiert wurden. Außerdem wurden 5,6 Kilometer des Heimatwegles Kirche extra markiert sowie 4,2 Kilometer für den Weg zu Annis Schwarzwald-Geheimnis. Außerdem verlaufen auf der Gemarkung mehrere Fernwanderwege (Westweg und Querweg) mit 19,3 Kilometer und Zuwege mit 5,9 Kilometern. Macht in Summe 142,3 Kilometer einzeln markierte Wanderwege.
Hinzu kommen 61 Kilometer auf markierten Wegen zusätzlich ausgewiesene Wanderwege.
Dem gegenüber stehen stehen 63 Kilometer Gemeindestraße. Na, wenn das kein Unterschied ist…
... dass "Rankachit" eines von 17 weltweit neuen Mineralien ist, die in der Grube Clara gefunden wurden?
#25: Ganz schön selten
Dieses Mineral wurde nach dem Rankachtal benannt, erklärt der „Verein der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach“. Untersucht wurde es ebenfalls von Professor Dr. Walenta und 1984 von der IMA (International Mineralogical Association) anerkannt. Nahezu am Ende des Rankachtals befinden sich die Betriebsgebäude und die beiden Stollenmundlöcher zur Befahrung (Einfahrt) der Grube Clara.
Übrigens: Das aktive Bergwerk „Grube Clara“ in Oberwolfach ist auf Grund seines Mineralienreichtums weltweit bekannt. In keiner anderen Grube der Welt wurde bisher eine so große Anzahl an verschiedenen Mineralien festgestellt wie in der Grube Clara (Stand Februar 2025: 472 Arten).
17 neue Mineralien wurden in dem Material dieser Grube gefunden und wissenschaftlich untersucht. Die Anerkennung als neues Mineral und dessen Namensgebung erfolgt durch die IMA (International Mineralogical Association). Die Namen enden mit „it“, was sich aus dem griechischen Wort lithos=Stein, ableitet.
Foto: Carsten Slotta, Bildbreite 2,94 mm
... dass bei der Prozession an Fronleichnam früher strenge Regeln herrschten?
# 24: Ganz schön streng
Schon am frühen Morgen künden Böllerschüsse den „Hergottstag“ an, wie Fronleichnam im Volksmund genannt wird. Feierlich zieht dann der Prozessionszug mit unter anderem den „Schäppelmeidle“, die die Marienstatue tragen, durch den Ortsteil Kirche.
Früher war die Zahl der Schäppelmaidle übrigens genau festgelegt: 22 mussten es sein.
Der Himmel, unter dem der Priester mit der goldenen Monstranz schreitet, wird von jungen Ehemännern in Fürstenberger Tracht getragen.
Und auch hier galten früher feste Regeln: Dieses Ehrenamt durfte nur ausüben, wer im Jahr zuvor geheiratet hatte.
... was ein "Arschleder" ist?
# 23: Ganz schön durchdacht
Hört sich wild an, war früher als Arbeitskleidung aber gang und gäbe – zumindest, wenn man Bergmann war. Das Arschleder gelangte im 15. Jahrhundert aus der slowakischen Bergbauregion um Schemnitz (Banská Štiavnica) in die deutschen Bergbauregionen und damit auch nach Oberwolfach.
Dabei handelt es sich um eine Art Schutz, die das Durchwetzen des Hosenbodens verhindern sollte und beim Sitzen die Bodennässe zurückhielt. Es war meist ein halbrundes Lederstück und wurde am Leibriemen getragen. Übrigens ist die Gestaltung und wer dieses Kleidungsstück tragen darf streng geregelt und je nach Bergbauregion und Anlass unterschiedlich.
Wer mehr über die Kleidung der Bergleute erfahren möchte, kann dies bei einem Besuch in unserem Besucherbergwerk Grube Wenzel tun.
... dass im Jahr 1832 der Tiefenbach einen Antrag auf Trennung von der Gemeinde gestellt hat?
# 22: Ganz schön streitbar
In 750 Jahren Geschichte blieb die Gemarkungsfläche natürlich nicht immer dieselbe. Wiederholt gab es zum Beispiel Streitigkeiten mit den Nachbarn oder Veränderungen der Fläche aus anderen Gründen.
Eine Begebenheit ist dabei aber besonders interessant: Und zwar stellten die Bewohner des Zinkens Tiefenbach 1832 den Antrag, den Tiefenbach von Oberwolfach abzutrennen. Die Begründung: Die Wege seien sehr weit (teilweise drei Stunden bis zum nächsten Ort) und die Gemeinde sei zu groß und unpraktisch organisiert. Eine längere Verbindung mit Oberwolfach war nach Ansicht der Tiefenbacher Bauern mit außerordentlichen Belastungen für sie verbunden, da sie unter anderem die Kirche und Schule in Schapbach besuchten.
Der Oberwolfacher Gemeinderat und der Bürgerausschuss wandten sich allerdings gegen den Trennungsversuch und der Tiefenbach verblieb so bei Oberwolfach.
... was das Logo der Gemeinde symbolisiert?
#21: Ganz schön symbolträchtig
Das Logo der Gemeinde ziert nicht nur unsere Webseite und Veröffentlichungen in Social-Media – es taucht auch auf allen offiziellen Schreiben des Rathauses, auf Flyern, Plakaten und mehr auf.
Aber wusstet ihr auch, wofür die drei bunten Symbole unter dem Schriftzug stehen?
Der Wolf, das Wappentier, darf natürlich nicht fehlen, schließlich ziert er auch das offizielle Wappen der Gemeinde
Der Baum in Grün, steht natürlich für den Waldreichtum der Gemeinde. Schließlich sind rund 82 Prozent unserer Gemarkungsfläche Wald.
Die Welle in blau symbolisiert die Wolf mit ihren Nebenflüssen – schon immer eine wichtige Lebensader unserer Gemeinde.
... wie viel Wasser jeder angeschlossene Bürger im Jahr 2023 verbraucht hat?
# 20: Ganz schön nass
Mal wieder ein bisschen Statistik: Im Jahr 2023 wurden rund 72.500 Kubikmeter Wasser in Oberwolfach verkauft – an Privathaushalte, aber auch an Gaststätten, Betriebe und mehr.
Bei 1786 angeschlossenen Bürgern (Stand 31.12.22) macht das einen Verbrauch von 40,59 Kubikmeter pro Kopf.
... wie viel Wasser die Feuerwehr Oberwolfach dabei hat, wenn sie mit allen Fahrzeugen ausrückt?
... dass Oberwolfach eine wichtige Rolle für das Auerhuhn spielt?
#18: Ganz schön wichtig für eine gefährdete Tierart
Für die Population des Auerhuhns, das vom Aussterben bedroht ist, spielt Oberwolfach und insbesondere das Gebiet um den Gütschkopf eine besondere Rolle. Warum das so ist, erklärt der Verein Auerhuhn im Schwarzwald.
Dem Gebiet kommt besondere Bedeutung für den Populationsverbund zu. Der relativ schmale Kamm mit kleinen Plateaus stellt eine wichtige Verbindungsachse zwischen mehreren Teilpopulationen des Auerhuhns dar.
Die Bedeutung des Höhenzuges wird auch durch zwei große Auerhuhn-Verbundkorridore deutlich, die in Oberwolfach aufeinandertreffen. Auch der Generalwildwegeplan verläuft hier. Auf dem Höhenzug selbst finden sich nur noch sporadisch zufällige Nachweise des Auerhuhns.
Gleichzeitig verläuft hier die kommunale Grenze vieler Anrainerkommunen, inklusive Oberwolfach, was konzentrierte Anstrengungen zur Habitatpflege erschwert. Umso wichtiger ist dieser Beitrag.
Wer mehr über das Auerhuhn wissen möchte, darf gerne einmal in die Mai-Folge unseres Jubiläumspodcasts reinhören – da gibt es viele Infos rund um den Beitrag Oberwolfachs, aber auch um das Auerwild selbst.
... dass in diesem Jahr auch die seit 60 Jahren bestehende Partnerschaft mit Still gefeiert wird?
#17: Ganz schön lange Freundschaft
In diesem Jahr feiert Oberwolfach nicht nur das 750-jährige Bestehen – wir feiern auch 60 Jahre Freundschaft mit der Partnergemeinde Still.
Hervorgegangen ist diese aus der Verbundenheit zwischen den Soldaten Otto Echle aus Oberwolfach und Joseph Hauck aus Still, die sich in den Wirren des Krieges versprochen hatten, sich wiederzusehen, sollten sie überleben. Und so kam es auch – und weil beide Musiker waren, entwickelte sich rasch eine Freundschaft zwischen den Kapellen.
1965 wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht und der Vertrag unterzeichnet. Gefeiert wurde das Ganze natürlich auch ausgiebig: Zunächst im Juli 1965 in Still, dann im August in Oberwolfach.
Übrigens wird die Freundschaft auch in diesem Jahr ausgiebig gefeiert: Am Sonntag, 27. April, reist eine Delegation aus Oberwolfach nach Still, um dort gemeinsam mit den Stiller Freunden zu feiern.
...dass "Clarait" eins von 17 weltweit neuen Mineralien ist, die in der Grube Clara gefunden wurden?
#16: Ganz schön selten
Dieses seltene Mineral wurde bereits 1975 auf den Schwerspathalden der Firma Sachtleben in Wolfach gefunden, erklärt der „Verein der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach“. Die wissenschaftliche Untersuchung und Bestimmung erfolgte durch Professor Dr. Kurt Walenta vom Mineralogischen Institut der Universität Stuttgart. 1982 erkannte die IMA das Mineral und die Namensgebung aufgrund der vorgelegten wissenschaftlichen Daten als neues Mineral an.
Übrigens: Das aktive Bergwerk „Grube Clara“ in Oberwolfach ist auf Grund seines Mineralienreichtums weltweit bekannt. In keiner anderen Grube der Welt wurde bisher eine so große Anzahl an verschiedenen Mineralien festgestellt (Stand Februar 2025: 472 Arten).
17 neue Mineralien wurden in dem Material dieser Grube gefunden und wissenschaftlich untersucht. Die Anerkennung als neues Mineral und dessen Namensgebung erfolgt durch die IMA (International Mineralogical Association). Die Namen enden mit „it“, was sich aus dem griechischen Wort lithos=Stein, ableitet.
Foto: Carsten Slotta, Bildbreite1,12 mm
... dass im vergangenen Jahr 8656 Personen bei einer unserer Führungen in die Grube Wenzel eingefahren sind?
#15: Ganz schön viele Besucher in 2024
Die meisten davon besuchten natürlich in den Ferienmonaten die Grube Wenzel: Im August waren es ganze 1732 und im Mai 1249.
40 Personen haben sich im vergangenen Jahr bei der Erlebnistour – unserer großen Tour – rund drei Stunden von den Grubenführern durch das Besucherbergwerk führen lassen. Insgesamt waren das 18 Touren. Die restlichen Besucher haben bei der Entdeckertour das Bergwerk erlebt.
Auch in diesem Jahr habt ihr natürlich wieder die Möglichkeit, mit unseren Grubenführern einzufahren: Die Grube Wenzel feiert am Sonntag, 13. April, den Saisonstart. Weitere Infos gibt es unter www.grube-wenzel.de
... wie viel Wasser in den unter Wasser stehenden Schächten der Grube Wenzel steht?
# 14: Ganz schön nass
Kurz gesagt: Eine ganze Menge. Aber der Reihe nach.
Die historische Silbergrube Wenzel ist eines der vier ergiebigsten Bergwerke des gesamten Schwarzwaldes. Der Namensgeber war Fürst Joseph Wenzel von Fürstenberg. Die Hochphase des Bergbaus mit einer ertragreichen Silbererzförderung war zwischen 1760 und 1823.
1999 begannen freiwillige Helfer die Grube für Besucher auszubauen und sicher zu machen. Nach mehr als 6000 Stunden harter Arbeit in der Grube wurde das Bergwerk 2001 erstmals für Besucher geöffnet.
Bis heute weist das Bergwerk zahlreiche nicht begeh- oder befahrbare Strecken und Bereiche auf. Manche von ihnen stehen unter Wasser - ein Grund, weshalb die Arbeiten bereits 1815 eingestellt wurden. Insgesamt sind es rund 1.982 m³ oder 2 Millionen Liter Wasser.
...dass es seit mehr als 100 Jahren regelmäßige Walduntersuchungen durch die FVA gibt?
#13: Ganz schön spannende (Wald-) Flächen
Schon seit 1903 untersucht die Forstliche Versuchs und Forschungsanstalt (FVA) Flächen in Oberwolfach. Genauer gesagt geht es dabei um zwei Versuchsflächen im Distrikt Königswald.
1903 wurde von der damaligen Badischen Versuchsanstalt die Plenterwaldfläche mit Bauholzziel 60 Zentimeter angelegt. 1953 kam die Fläche mit Starkholzziel und eine Altersklassenwald-Vergleichsfläche hinzu. Untersucht werden in erster Linie der Zuwachs und die Auswirkungen der verschiedenen Behandlungen auf diesen. Alle fünf Jahre wird gemessen und geerntet.
Die FVA ist für den Wald und die Forstwirtschaft in Baden-Württemberg zuständig. Sie übernimmt Aufgaben, die für die gesamte Gesellschaft wichtig sind. Forschung, Monitoring, Fortbildung und die Beratung von Politik, Verwaltung und Betrieben machen den Kern der Arbeit aus.
... dass Oberwolfach einer der Schauplätze des Films "Die Mühle im Schwarzwald" war?
#12: Ganz schön filmreif
Nicht nur die „Fallers“ waren schon in Oberwolfach zu Gast – die Filmkarriere der Gemeinde beginnt schon viel früher, nämlich 1934. Für den Heimatfilm „Die Mühle im Schwarzwald“ (oder: „In einem kühlen Grunde“) von Regisseur Josef Berger kamen Filmstars wie Beppo Brem und Gretl Theimer unter anderem nach Oberwolfach.
Die Geschichte ist bewährt und kurz erzählt: Ein junges Paar setzt sich mit seiner Liebe über die Feindschaft zweier Familien hinweg. Allerdings gibt es, im Gegensatz zu späteren Heimatfilmen, einen ungeschminkten Einblick in die dörfliche Welt der Schwarzwälder und auch Mundart und Tracht kommen nicht zu kurz - allerdings ist der Film auch im Kontext der NS-Zeit zu sehen.
Eine kleine Anekdote zu den Dreharbeiten gibt es übrigens in unserem März-Podcast. Hans-Gottfried Haas spricht mit Moderator Matthias Drescher unter anderem über den Film – und auch über eine weitere Produktion, bei der Oberwolfach im Fernsehen zu sehen war. Reinhören lohnt sich also. Alle Folgen gibt es unter www.oberwolfach.de/podcast.
... dass es ein Mineral gibt, das nach Oberwolfach benannt ist?
#11: Ganz schön steinreich
Dabei handelt es sich um Oberwolfachit. Festgestellt wurde es in der „Grube Clara“. Der „Verein der Freunde von Mineralien und Bergbau Oberwolfach“ schreibt dazu Folgendes:
Joy Desor aus Bad Homburg untersuchte Mineralien, deren Kristalle optisch Beudantit glichen. In einem Fall stellte er fest, dass es sich wohl um eine neue Mineralart mit Strontiumvormacht handeln müsse. Die weiteren Arbeiten zur Anerkennung als neues Mineral wurden dann überwiegend in Russland durchgeführt.
2021 erfolgte durch die IMA die Anerkennung als neues Mineral. Das Originalmaterial ist in den Sammlungen des „Fersman Mineralogischen Museum“, Russische Akademie der Wissenschaften, hinterlegt. Ein Belegstück aus dem Originalmaterial befindet sich auch im Archiv des MiMa.
Übrigens: Das aktive Bergwerk „Grube Clara“ in Oberwolfach ist auf Grund seines Mineralienreichtums weltweit bekannt. In keiner anderen Grube der Welt wurde bisher eine so große Anzahl an verschiedenen Mineralien festgestellt (Stand Februar 2025: 472 Arten).17 neue Mineralien wurden in dem Material dieser Grube gefunden und wissenschaftlich untersucht. Die Anerkennung als neues Mineral und dessen Namensgebung erfolgt durch die IMA (International Mineralogical Association). Die Namen enden mit „it“, was sich aus dem griechischen Wort lithos=Stein, ableitet.
Foto: Carsten Slotta, Bildbreite 2,94 mm.
... dass die Luft in Oberwolfach ausgezeichnet ist?
#10: Ganz schön reine Luft
Oberwolfach trägt das Prädikat Luftkurort – und zwar schon seit 1978. Aber wusstest du auch schon, wie gut die Werte in Oberwolfach sind?
Bei der letzten Messung im Jahr 2020 durch den Deutschen Wetterdienst wurden die Grob- und Feinstaub- sowie Stickstoffdioxidkonzentrationen in der Luft bestimmt.
Gerade die Belastung durch Stickstoffdioxid fiel äußerst gering aus. Oberwolfach weist im Vergleich mit ca. 150 anderen Kurorten (Zeitraum 2015-2019) sowohl im Kurgebiet (Standort Walke) mit 4,4 Mikrogramm als auch im Verkehrszentrum (Standort Allmendstraße) mit 8,6 Mikrogramm pro Kubikmeter äußerst niedrige Werte auf. Im Vergleich zu den anderen Kurorten zählt Oberwolfach damit zu den besten zehn Prozent aller Kurorte bezogen auf die Repräsentanz Kurgebiet; bezogen auf die Repräsentanz Verkehrszentrum sogar zu den besten fünf Prozent.
Auch bei den Grobstaubwerten sieht es gut aus: An der Messstelle Walke enthielt ein Kubikmeter Luft durchschnittlich 5,6 Mikrogramm Grobstaub, am Standort Allmendstraße 9,2 (erlaubt sind maximal 28 Mikrogramm pro Kubikmeter). Oberwolfach nimmt auch dabei einen Platz im ersten Drittel im Vergleich mit rund 150 anderen Kurorten ein.
Die mittlere Feinstaubbelastung lag am Standort Allmendstraße bei 6,3 Mikrogramm pro Kubikmeter (Richtwert: bei 20,0 Mikrogramm pro Kubikmeter). Im Vergleich zu den anderen Kurorten zählt Oberwolfach hinsichtlich der Feinstaubbelastung zu den besten fünf Prozent aller Kurorte.
Die nächste Überprüfung steht übrigens im Jahr 2030 an.
... dass das bisher teuerste Brot beim närrischen Brotbacken 120 Euro kostete?
#9: Ganz schön geschäftstüchtig
Das närrische Brotbacken und die Versteigerung der warmen Brotlaibe am Samstag ist eines der Highlights am Fasnachts-Wochenende. Die ersten Brote gehen aber traditionell an die Anwohner und die Kinder. Danach legen die Lempi-Hexen so richtig los: Nach einem moderaten Start mit 5 bis 10 Euro pro Laib treiben sie gekonnt den Preis in die Höhe. Wenn es sich hochschaukelt, kommen so auch schon einmal um die 50 bis 80 Euro zusammen.
Im vergangenen Jahr katapultierte sich der der Preis auf stolze 120 Euro für einen Laib - bisher Rekord!
Nachdem die Brote an den Mann gebracht wurden, nutzen die Schnitzpuber die Restwärme des Backhäusles, um ihre Apfelschnitze zu dörren.
... dass der Peterlestag ein wichtiger Lostag im bäuerlichen Kalender war?
#8: Ganz schön vorausschauend
Nicht nur für die Oberwolfacher Kinder hat der Peterlestag am 22. Februar eine besondere Bedeutung – auch im Bauernkalender ist „Petri Stuhlfeier“ ein wichtiges Datum. So heißt es u.a. „Petri Stuhlfeier sagt an, welches Wetter wir 40 Tage werden han“.
Kann man dem Glauben schenken? Wir haben Wetterexperten Franz Schmalz gefragt.
Er hat die Witterung um die Jahrtausendwende um den Peterlestag bis Ende März betrachtet. So war in den Jahren 2003 bis 2005 der Peterlestag winterlich und auch der März hatte viele Frosttage. Im Jahr 2006 war der Peterlestag mild, der März aber frostig. 2007 und 2017 war es Ende Februar mild, das Wetter im März im Durchschnitt. 2018 war der Peterlestag frostig, wie auch der März mit vielen Frösten. Und auch dem rekordwarmen Februar im vergangenen Jahr folgte ein März mit wenig Frosttagen. Betrachtet man auch die Niederschläge, passt die Regel nicht mehr ganz.
Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten: So war diese Regel schon vor der Kalenderreform 1582 bekannt und entsprach damals dem 12. Februar. Zudem hat sich das Wetter im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert.
Die Wetterregeln haben laut Franz Schmalz noch eine gewisse Vorhersagegüte, da die Witterung Ende Februar oftmals eine länger andauernde Änderung erfährt. War es zuvor eher winterlich folgt eine mildere Phase, im anderen Fall droht dann eher kälteres Wetter.
... dass im Jahr 2003 die Grube Wenzel Schauplatz ein ganz besonderen Folge der "Fallers" war?
# 7: Ganz schön aufregend
Jedenfalls waren die beiden Episoden für uns sehr besonders – denn unser Besucherbergwerk Grube Wenzel spielte darin eine große Rolle.
Bei einem Spaziergang kommt Bernhard mit Albert und Sebastian an der Grube Wenzel vorbei und die beiden möchten am liebsten sofort einfahren. Albert vertröstet die beiden aber noch. Kurzerhand packen sie heimlich ihre Rucksäcke und machen sich auf den Weg. Da passiert ein Unfall – und die Grube Wenzel wird Schauplatz einer Rettungsaktion, bei der die Retter plötzlich selbst Hilfe benötigen.
Übrigens wurde in dieser Folge auch das Markscheiderzeichen erklärt. Dies ist ein Vermessungspunkt eines Markscheiders, der die Vermessung des Grubengebäudes durchführte.
Das in der Grube angebrachte Messingtäfelchen und das eingeschlagene Kreuz erinnern noch heute an die Dreharbeiten des SWR-Fernsehen im Juli 2002.
Zu sehen ist das Ganze übrigens in den Folgen 372 (Glück auf!) und 373 (Retter in Not), die im Oktober und November 2003 erstausgestrahlt wurden.
...dass das "Oberwolfach-Problem" Mathematiker weltweit beschäftigt?
#6: Ganz schön kompliziert
Mathematiker beschäftigen sich auch heute noch mit dem „Oberwolfach-Problem“. Das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach (MFO) hat es uns kurz erklärt:
"Bei Tagungen des MFO essen die Teilnehmer gemeinsam in einem Speisesaal an Tischen verschiedener Größe. Die Sitzordnung wird bei jeder Mahlzeit geändert, so dass im Laufe einer Woche jeder Teilnehmer möglichst viele verschiedene Gesprächspartner hat. Von dieser praktischen Herausforderung seines Gastgebers inspiriert, formulierte der Mathematiker und Tagungsgast Gerhard Ringel im Jahr 1967 das sogenannte Oberwolfach-Problem.In einfachen Worten ausgedrückt lautet es: Es gibt es eine Anzahl von n Personen und eine Anzahl von runden Tischen mit jeweils mindestens 3 und insgesamt n Sitzplätzen. Gibt es eine Folge von Sitzordnungen, bei der jede Person genau einmal neben jeder anderen Person sitzt?
Ob eine Lösung existiert oder nicht, hängt von den Eigenschaften der Anzahl n ab. Für bestimmte Anzahlen haben Forscher bereits herausgefunden, ob es Lösungen gibt. Im Jahr 2021 wurde gezeigt, dass das Problem ab einer hinreichend großen Teilnehmerzahl immer lösbar ist - wie groß diese Zahl genau sein muss, ist allerdings noch offen. Die Lösung des "Oberwolfach-Problems" hat überall dort eine praktische Bedeutung, wo es um optimale Zuordnungen oder Gruppierungen geht, also zum Beispiel auch beim möglichst effizienten Einsatz von Ressourcen
... dass 1920 zum ersten Mal elektrisches Licht in Oberwolfach brannte?
#5: Ganz schön hell
Schon während des 1. Weltkriegs hatten die Gemeinden des Wolftals die badische Regierung darum gebeten, die Versorgung mit Strom in Gang zu setzen. Mit der konkreten Planung wurde 1919 begonnen. Und schon im Jahr drauf brannte zum ersten Mal elektrisches Licht. In den Seitentälern dauerte es aber noch etwas länger.
Die enormen Kosten für das Ortsnetz (1,2 Millionen Mark) konnten übrigens nur mit einem außerordentlichen Holzhieb gestemmt werden. Die Versorgungsanlagen im Ort und in den Seitentälern kosteten weitere 500.000 Mark.
... dass Oberwolfach eine der waldreichsten Kommunen in Baden-Württemberg ist?
#4: Ganz schön viele Bäume
82 Prozent der Gemarkungsfläche unserer Gemeinde sind Wald.
Damit sind wir in guter Gesellschaft: In direkter Nachbarschaft haben Bad Peterstal-Griesbach (82,8 Prozent), Schenkenzell (86,4 Prozent) und Spitzenreiter Bad-Rippoldsau-Schapbach mit 90,5 Prozent mehr Wald.
Der Landeswert liegt übrigens bei 37,9%. Die Daten und eine schicke interaktive Karte dazu gibt es beim statistischen Landesamt.
Eine Besonderheit im Oberwolfacher Wald: Auf etwa 20 Prozent der Gemeindewaldfläche (rund 110 Hektar) werden ) Biotop- und Habitatpflegemaßnahmen für das Auerwild gemacht.
...dass die Gesamtlänge der Gemeindestraßen rund 63 Kilometer beträgt?
#3: Ganz schön viele Kilometer
Legt man alle Gemeindestraßen Oberwolfachs aneinander, ist das übrigens in etwa so weit wie nach Freiburg (59 Kilometer).
Ermittelt wurde das bei einer Befahrung im Jahr 2015. So etwas ist wichtig, um Daten über den Zustand der Straßen zu sammeln und Flächendaten der Straßen zu erhalten.
Zum Vergleich: Die Gemarkungsfläche beträgt 5127 Hektar.
... dass der stärkste Baum im Gemeindewald eine mächtige Weißtanne ist?
#2: Beeindruckende Maße
Wie alt der Baum ist, kann nur geschätzt werden. Aber schon die Maße der gut 200 Jahre alten Weißtanne im Distrikt Königswald sind beeindruckend: Sie ist 45 Meter hoch, hat 370 Zentimeter Umfang und 117 Zentimeter Durchmesser. Die astreine Stammlänge beträgt 16 Meter und sie hat circa 20 Festmeter Volumen.
Was dieser Baum wohl schon alles gesehen hat?
Laut Revierleiter Markus Schätzle erfreut sie sich bester Gesundheit und darf noch weitere Jahrzehnte wachsen.
... warum die Gemeinde Oberwolfach 2025 nicht alleine feiert?
#1: Wir sind in bester Gesellschaft
Mit uns feiern in diesem Jahr unter anderem Schiltach, Gutach, Kirnbach und Lauterbach ihr 750-Jähriges. Warum das so ist? Ganz einfach:
Der Name Oberwolfach wird zum ersten Mal im Jahr 1275 im "Liber decimationis" der Diözese Konstanz erwähnt. Dieses Amtsbuch auf Latein, angelegt zum Zweck der der Einziehung eines päpstlichen Kreuzzugzehnts, gibt einen weitgehend vollständigen Überblick über die damals bestehenden Pfarreien und Klöster des Bistums.
Sehr viele Gemeinden im südwestdeutschen und Schweizer Raum werden darin zum ersten Mal erwähnt. So auch die anderen Mitglieder des 750er-Clubs. Happy Birthday!






















































