Impressionen aus Oberwolfach

Organigramm

Gebäudeindividueller energetischer Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg

Der gebäudeindividuelle energetische Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg (Sanierungsfahrplan) ist

  • ein Beratungsinstrument für Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer sowie
  • eine Erfüllungsoption des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG).

Ziel des Sanierungsfahrplans ist es, die Sanierungsstrategie für ein einzelnes Gebäude zu entwickeln und zu vermitteln. Damit wird das energiepolitische Ziel der Bundesregierung unterstützt, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die Verordnung zum Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg (SFP-VO) ist zum 1. Juli 2015 in Kraft getreten. Sie regelt beispielsweise, was in einem Sanierungsfahrplan enthalten sein muss und wer ihn ausstellen darf.

Für Wohngebäude reduziert die Vorlage eines Sanierungsfahrplans bei der zuständigen unteren Baurechtsbehörde den Pflichtanteil des Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) von 15 % auf 10 %.
Er stellt für einige im EWärmeG vorgesehene Erfüllungsoptionen eine sinnvolle Ergänzung dar. Bei Nichtwohngebäuden kann ein Sanierungsfahrplan zur vollständigen (ersatzweisen) Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben des EWärmeG vorgelegt werden. Es besteht keine Pflicht zur Umsetzung der dort vorgeschlagenen Maßnahmen.

Auch Berichte, die nach den Vorgaben der Vor-Ort-Beratung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erstellt wurden, werden bei Wohngebäuden zur Gesetzeserfüllung ebenfalls anerkannt. Voraussetzung ist, dass sie zum Zeitpunkt der Heizungserneuerung nicht älter als fünf Jahre sind. Die Anerkennung eines Energiesparchecks (ESC) ist dagegen nicht möglich.

Förderung durch Zuschüsse

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg stellt auf Basis der Förderrichtlinie Sanierungsfahrplan Baden-Württemberg (FöRL SFP) Zuschüsse für die Erstellung von Sanierungsfahrplänen zur Verfügung: 

Die Ausstellung eines Sanierungsfahrplans für Ein- und Zweifamilienhäuser wird mit 200 Euro gefördert.

Für jede weitere Einheit erhöht sich der Zuschussbetrag um 50 Euro bis zu insgesamt 500 Euro für Mehrfamilienhäuser mit 8 und mehr Wohneinheiten.

Die Abwicklung des Programms übernimmt die L-Bank. Dort erhalten Interessierte weitere Informationen und können Förderanträge einreichen.

Der vom Bund entwickelte iSFP (individuelle Sanierungsfahrplan) für Wohngebäude erfüllt seit 1. Juli 2017 die Bedingungen der Richtlinie für die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden (BAFA Vor-Ort-Beratung) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 29. Oktober 2014. Die Richtlinie des Bundes wird zunächst nicht geändert. Die BAFA-Vor-Ort-Beratung gilt nach § 4 Abs. 3 SFP-VO – auch in der Darstellungsvariante des iSFP – als einem Sanierungsfahrplan BW gleichwertig und kann damit im EWärmeG angerechnet werden.

Übergeordnete Lebenslage: Umbau - Sanierung - Modernisierung