Impressionen aus Oberwolfach

Energetisches Quartierskonzept Oberwolfach-Walke

Ergebnisse des Quartierskonzepts Walke vorgestellt
 
Ende Januar präsentierte die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Ingenieurbüro Schuler den interessierten Bewohnern des Ortsteils Walke die Ergebnisse der energetischen Untersuchung des Quartiers Walke im Gymnastikraum.
 
Der Raumwärmebedarf des Quartiers liegt bei ca. 2,6 Mio. Kwh pro Jahr. Für Photovoltaik und Solarthermie  stehen noch ca. 4.400 qm geeignete Dachflächen zur Verfügung. Der Rücklauf an ausgefüllten  Fragebögen lag bei  48, oder 61%. Ein Wert, mit dem man zufrieden sein kann.
Die Rückläufer repräsentieren einen Wärmeverbrauch von rund 1,3 Mio Kwh, Heizöl ist mit 62% der  wichtigste Primärenergieträger gefolgt von Scheitholz mit 27%. 15 Grundstückseigentümer sind an einer Nahwärmelösung interessiert, 17 Eigentümer haben bedingtes Interesse.
 
Konrad Nübel vom Ingenieurbüro Schuler stellte 2 mögliche Nahwärmelösungen vor. Mit der  kleineren Variante könnten unter Einbeziehung der derzeitigen Pelletheizung im Mehrzweckgebäude Spinnerberg 1 die öffentlichen Gebäude, die beiden Gaststätten sowie die unmittelbar benachbarten Wohngebäude versorgt werden. Für die größere Lösung mit einer Hackschnitzelheizzentrale am Bauhof  wäre wegen der wesentlich höheren Investitionen eine größere Anschlussdichte in der Rathausstraße und Ringstraße erforderlich.

Infoveranstaltung Quartierskonzept Walke




Zur Erreichung der Klimaschutzziele von Bund und Land sind weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Kommunen erforderlich. Der Bund fördert daher über die staatseigene KfW-Bank bzw. aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ die Untersuchung von Quartieren hinsichtlich des energetischen Zustandes, sowie der Entwicklung entsprechender Konzepte zur Effizienzsteigerung, zur Reduktion des Primärenergiebedarfs sowie zur Optimierung des Einsatzes erneuerbarer Energien.

Die Gemeinde Oberwolfach hat sich daher in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Schuler aus Bietigheim-Bissingen (IBS) für die Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes für den Ortsteil Walke beworben und eine Förderzusage der KfW-Bank erhalten. Die Arbeiten können nun beginnen.

Das ausgewiesene Untersuchungsgebiet wird begrenzt durch das Hotel Walkenstein in Richtung Wolfach, die Zufahrt zum Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach in  Richtung Schapbach und den Betriebshof der Firma Bonath in Richtung Rankach.

Um den Energiebedarf des Untersuchungsquartiers ermitteln zu können, werden im ersten Schritt Mitarbeiter von IBS in den kommenden Wochen eine Begehung des Quartiers vornehmen. Hierbei werden die Gebäude fotografiert und Notizen betreffend des Baujahres sowie nachträglich durchgeführter Dämmmaßnahmen an der Außenhülle und vorhandenen regenerativen Wärmeerzeugern (z. B. Photovoltaik, Solarthermie oder Holzfeuerungen) gemacht. Eine Begehung der Gebäude ist nicht notwendig. Zuständig für die Bestandsaufnahme ist Herr Phillipp Fendrich.

Zur Ergänzung der Datenaufnahme werden die Eigentümer in Oberwolfach-Walke gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, mit dem u.a. das Interesse an einer Nahwärmeversorgung abgefragt wird. Den Fragebogen erhalten Sie in den kommenden Wochen per Post.

Den Fragebogen können Sie auch hier downloaden:
Fragebogen Energetisches Quartierskonzept Oberwolfach-Walke

Sämtliche erhobenen Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und bilden die Grundlage für Berechnungen bezogen auf das Gesamtquartier. Nach Auswertung der aufgenommenen Daten, werden Sie zu einer Öffentlichkeitsveranstaltung eingeladen, in der die ersten Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert werden.

Bei Fragen können Sie sich an
Herrn Thomas Springmann, Gemeinde Oberwolfach,
Tel. 07834/838316

sowie an
den Projektleiter beim Ingenieurbüro Schuler,
Herrn Konrad Nübel, B.Sc., Tel. 07142/936344 (Mobil 01715272592)

wenden.